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Embrace – Du bist schön

Hallo, meine Lieben. 
Eigentlich hatte ich nie vor gehabt, eine Rezension zu einem Dokumentarfilm zu schreiben, aber „Embrace“ hat mich so tief berührt und dieses Thema ist mir so wichtig das ich unbedingt darüber schreiben möchte.
Aber worum geht es eigentlich?

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„Embrace“ ist ein Dokumentarfilm von der Australierin Taryn Brumfitt und Gründerin der The Body Image Movement. Die Idee dazu begann, als Taryn 2013 ein Vorher – Nachher Bild von sich auf Facebook zeigte, keines wie wir es kennen von „dick“ zu „dünn“, sondern doch auf eine besondere Art und Weise: o-TARYN-BRUMFITT-facebook.jpg

Als ich das damals sah war ich unglaublich begeistert und hatte so viel Respekt vor dieser Frau. Taryn merkte danach wie viele eigentlich ein Problem damit haben ihren Körper zu lieben, sich selbst zu akzeptieren – was ihr Ansporn wurde ein Dokumentarfilm zu drehen. Und was war das doch für ein Film.
Taryn reiste dafür um die ganze Welt, auf der Suche zu erfahren: Warum hassen so viele Mädchen und Frauen sich selbst? Über die Daten und Zahlen war ich unglaublich entsetzt. Es sind.. so, so viele! Der Film soll zeigen, dass das alles unnötig ist. Das das von den Medien und Modedesignern und Co. zur Schau gestellte „Idealbild“ absoluter KÄSE ist! Jede Frau ist verschieden, jede Frau bringt eine Vielfalt mit sich, jede Frau ist etwas besonders. Genauso wie sie ist und das sollte sie lieben! Wenn die Menschen miteinander respektvoller und mit mehr Akzeptanz und Freundlichkeit umgehen, dann kann die Welt eigentlich nur ein besserer Ort werden. Nicht die Gleichheit macht den Menschen aus, sondern seine Vielfalt. „Embrace“ wirkt wie ein dickes, fettes STOP! Stop mit diesen Wahn und dieser Weltanschauung, Stop mit dieser verblendeten Werbung, Stop mit dem überdimensionalen Zwang „perfekt“ zu sein. Stop damit „dünn“ gleich „gut“ und „fett“ gleich „schlecht“ zu stellen.

Warum ist es mir wichtig darüber zu schreiben?
Weil ich es kenne und tag täglich überall sehe, höre und erlebe. Ich gehöre zu den vielen Frauen die Jahre lang mit sich selbst gekämpft haben. Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinen Gewicht, mit meinem Aussehen und meinen Selbstzweifeln. Ich wurde gemobbt, ausgeschlossen und ausgelacht – weil ich anders aussah. Als Teenager habe ich mich gehasst, bin in tiefe Löcher gefallen und mich nur noch verabscheut. Wie öft habe ich gehört: „Du bist fett“, „Zieh dir ne Tüte über den Kopf, dann müssen wir deine Hässlichkeit nicht ertragen“, „Was bist du für ne Faule Sau!?“ Und es hat jedes Mal weh getan. In meiner Jugend gab es kaum Medien, heute sehe ich es überall. Instagram, Twitter, Facebook. Es wird um Schönheit gewettet, es werden Maßstäbe gesetzt. Es gibt Klamotten für Frauen nur bis 38, weil der Laden es dickeren Menschen einfach nicht anbieten möchte. Models sind dürr, die Puppen in den Schaufenster sind klapprig. Überall wird etwas angeprangt was so unglaublich viele Frauen einfach nicht sind. Und das macht traurig, das deprimiert und macht einen fertig. Es hat mich fertig gemacht. Heute mit 21 Jahren und einer Menge Erlebnissen hinter mir, sehe ich die Welt durchaus anders. Ich habe akzeptieren gelernt. Ich habe lieben gelernt. Den ich habe nur mich selbst, ich stehe mir selbst am nächsten. Ich habe mich und meinen Körper und mit diesem auf Kriegsfuß zu stehen ist das dümmste was ich je in meinem Leben gemacht habe.
Ich möchte, dass dieser Klick-Moment bei viel mehr Mädchen und Frauen entstehen. Ich möchte mithelfen, die Aussage von „Embrace“ in die Welt zu tragen. Ich arbeite im pädagogischen Bereich mit Kleinkinder, schon da möchte ich meinen Jüngsten beibringen, dass sie toll sind wie sie sind. Das sie sich akzeptieren und lieben sollen, wie sie sind. Das sie auf sich selbst stolz sein sollen, wenn sie war lernen oder was erreichen. Nach meiner Meinung, hört diese Thematik leider mit der Schule oft auf. Ich habe es an mir und an Freunden selbst erlebt. Die ganze Thematik rund um Aussehen, Akzeptanz und Respekt miteinander wird nicht genügend besprochen. Es wird nicht über die Konsequenzen genügend gesprochen, erst recht nicht in einer Zeit der Anonymen Internet – Möglichkeiten. Stattdessen lassen wir zu das unsere Jugend Vorbilder die Schönheit nach strickten Maßstäben verkörpern haben, wir lassen Cypermobbing zu, wir lassen zu das sich so viele quälen. Jeder von uns. Jeder Vater, jede Mutter, jede Schwester, Bruder, Freundin, Freund, Bekannte, ob Privat oder Beruflich. Wir müssen ALLE an einem Wir arbeiten. Wir sind daran unsere Welt jetzt besser zu machen um den nächsten Mädchen und Jungen eine faire Chance auf eine gemeinsame und respektvolle und liebevolle Zukunft zu ermöglichen. Eine Welt zu erarbeiten, an denen du nicht nach deinem Aussehen bewertet wirst.

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Mir ist wichtig, dass darüber gesprochen wird. Das es sich Menschen zu herzen nehmen. Ich möchte nicht mehr lesen „oh, ich finde meine Hände so eklig, deswegen sind die nie auf Bilder.“. Ich möchte nicht mehr hören: „Boar, ich bin so fett“ von Frauen die schon Größe 36 haben. Ich möchte nicht mehr hören: „Wieso bist du so fett? Zu faul für Fitnissstudio?!“ zu Frauen, die vielleicht an einer Stoffwechselerkrankung leiden (sehr verbreiten, nur mal so). Es muss sich ändern, die Welt muss sich ändern. In den letzten 50 Jahren sind wir gemeinsam in diese Schiene, in dieser Anschauung rein gelaufen und nur gemeinsam Stück für Stück schaffen wir es dort auch wieder heraus. Wir müssen genauso für unser Wohlsein auf dieser Welt kämpfen, wie wie für unsere Welt kämpfen.

Liebt euch selbst – denn ihr seid alle auf eure eigene Art schön!

#IHAVEEMBRACED

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[…] eine wichtige Rolle in meinem Leben. Filme die etwas bedeuten, sind mir noch viel wichtiger. Embrace ist einer dieser Filme. Die Diskussion über das Körpergefühl und die Gesellschaft ist so nötig […]