The Ivy Years: Bevor wir fallen – Rezension

 

Meinung

TIY hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Mit ihrer schroffen und doch lieben Art, macht Callahan sich schnell sympatisch. Callahan ist seit ihrem Sportunfall an den Rollstuhl gebunden und besucht nun das Collage, viele, viele Kilometer weit von ihren Eltern. Für sie ist das endlich ein Stück Freiheit, da ihre Eltern sie stark behüten – schließlich sitzt ihr kleines Mädchen gerade mal ein Jahr im Rollstuhl und möchte trotzdem in die Welt. Dort trifft sie auf Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat und deshalb im behindertengerechten Wohnheim einquartiert wurde, natürlich im Zimmer direkt gegenüber. Adam hat, leider, eine Freundin, aber liebt er sie oder liebt er die Tatsache mit der Schönsten zusammen zu sein? Und er ist in ihren Augen einer ganz anderen „Klasse“ als Callahan, dennoch freunden sich beide  miteinander an..

Callahan kann jammern, sie kann verzweifeln und sie weint. Aber sie steht auf und macht weiter. Als Protagonisten hat sie mich unglaublich überzeugt, weil sie vielschichtig ist. Gepaart mit dem verletzten jungen Mädchen, dass sich in einem neuen Leben zurecht finden muss bis zu der starken Persönlichkeit, die das Kinn nach vorne streckt und der Welt zeigt: Hier bin ich! Genau das macht sie besonders, dass schafft es einen an dem Buch festzuhalten. Ich wollte so sehr wissen wie Callahan diese ganzen Dinge meistert. Meistert sie den Umgang mit dem heißen Adam? Die neue Freundschaft zu ihrer Mitbewohnerin?  Und findet sie ihren Platz in dem Collage ?  Das Buch ist eine Wucht, nimmt ein emotional auf viele Ebenen mit, lässt ein nachdenken und Dinge anders sehen. Corey Callahan hat mit vielen Dingen zu Kämpfen mit der Gesellschaft, mit der Umgebung mit sich selbst als Frau und allen anderen Dingen. Sie und ihre Gedanken zu begleitet hat mir unglaublich viel Freude bereitet und ich habe die 4 1/2 Stunden von vorne bis hinten einfach absolut genossen. In Kombination mit Adams Sichtweisen und seine eigen Gedanken rauschte diese Geschichte einfach an einem vorbei.

Fazit

The Ivy Years hat ein frische Briese ins Genre gepustet und punktet mit Witz, Spannung und Emotionen. Es hat seine Markel – klar, Adam’s Anfängliche Einstellung ist nicht zu befürworten. Aber das komplette Buch hat einfach in seine Art und Weiße überzeugt. Sarina Bowen hat hier eine Geschichte um ein behindertes Mädchen geschaffen, welche unterhält, spannend ist und dabei einige schöne, lustige und schräge Momente offen hält. Davon möchte ich einfach mehr lesen. Behinderung, verschiedenen Hautfarben und Religionen und/oder irgendwas. Weniger Schema X und mehr Griffe zur Vielfalt.

Zeitlose – Simeons Rückkehr [Rezension]

Meinung

Das Buch hat mich einfach .. überrascht. Es war durchaus mal etwas ganz anderes. Eva war mein Wichtelpate und schenkte mir, in dem Glauben das es mir gefallen würde, ihr Buch. Und wie recht sie doch hatte!
Unsere Protagonistin Dora träumt immer und immer wieder den gleichen Traum. Dort schlüpfte sie in eine andere Frau namens Nancea und erlebt ihr Leben. Das passiert so oft.. das Dora Probleme hat Realität und Traum auseinander zu halten. Dieser Aspekt gilt auch für die Leser, es war manchmal schwer dem Wechsel von Realität und Traum zu folgen, höchste Konzentration ist beim lesen einfach gefragt. Im Laufe der Kapitel erfahren wir immer mehr und bei Meeeerlin sind meine Theorien einfach hin und her gesprungen. Eva lässt einen gedanklich auf einen Pfad laufen um einem im nächsten Kapitel vor der Nase zu halten: Nope. Deine Theorie ist falsch. Es war daher schwer bei einem Punkt zu bleiben, da im nächsten Kapitel ganz andere Infos kamen als erwartet. (Das Dora Erzieherin und gelegentlich mein Alltag angeschnitten wird hat mich übrigens arg zum lachen gebracht.. das in einem Fantasy Buch zu begegnen hab ich schlichtweg nicht erwartet). Die Kapitel sind kurz und prägnant, einzelne hatten nicht immer eine Tiefe die einen erschlagen würde.. sie verwirren, aber berühren einen im Inneren, reißen ein mit und ziehen einen in den Sog voller Spannung und Abenteuer. So wie ziemlich viel in diesem Buch. Aber alle Kapitel zusammen hatten eine Tiefe, die erstmal vom Leser richtig erfasst werden muss und das macht „Zeitlose“ so besonders. Dies macht es zu einem „Knobel“ – Fantasybuch. Dora wuchs mir mit ihren Gedanken, ihren Zweifeln, ihrer Suche nach dem >Wer bin ich?< doch wirklich ans Herz. Auch die anderen Charaktere hatten ihren Charme. Vor allem der kleine Jonathan hat es mir angetan… was für ein süßer & intelligenter kleiner Bursche. Der Showdown klärte letztlich viel auf und die vielem fehlenden Puzzelteile füllten sich im ganzen Storybild.

Fazit

An sich liefen zwei Handlungsstränge nebeneinander her.. Traum und Realität. Dora und Nancea. Eva spielte mit den Verbindungen, mit dem Wechsle, der unterschiedlichen Tiefe und Schwere bedeutender Wörter, was „Zeitlose“ schreib-technisch wirklich faszinierend macht und was ich selbst absolut großartig finde. So toll es war, hat es mich an einigen Stellen doch zu verwirrt und es dauerte bis sich das ganze Teil in meinem Kopf sich richtig verband, was ich teilweise doch wirklich als störend empfand. Die Geschichte um Dora und Simeon hat sich dennoch nachhaltig in mein Kopf festgesetzt und Teil 2 wird definitiv noch in mein Regal folgen, weil .. weil ich will wissen wie das aus geht! Das kann und darf so nicht das Ende sein!

London – Ein Reisebericht

Jen goes to ..

LONDON

Hach.. Ich war mal wieder auf Reisen.

Nach Korea mit seiner wundervollen Hauptstadt Seoul und unserer tollen Hansestadt Hamburg zog es mich im April nun gemeinsam mit meiner Besten Freundin Silja nach England, London. Mein zweiter Besuch in dieser Stadt und erneut kann ich mein Blick nicht von der Vielfalt dieser Stadt abwenden. Ohne Frage – Berlin ist eine ebenso große und vielfältige Stadt mit eigenem Charme und Flaire. Sie wird immer meine Heimat sein. Aber London erwischt mich immer wieder mitten ins Herz. Ich kann kaum erklären wieso das so ist, aber sobald ich erstmal in London angekommen bin, mir durch die Straßen einen Weg suche und die Menschen in den Park beobachte fühle ich mich pudelwohl. Ich möchte mich von der Stadt berieseln lassen oder mir eine Decke und Freunde schnappen und mich im Hyde Park bequem auf der Wiese eine Runde entspannen.

Aber wie war den nun meine Reise direkt?

Donnerstag

Hach, sprechen wir doch bitte nicht über die Schande meines Verschlafens und die Tatsache, dass ich meinen Flug umbuchen musste und 4 Stunden später als geplant letztlich im Stansted Airport gelandet bin. Vor Ort lief es dann doch besser. In den Armen meiner besten Freundin freute ich mich einfach auf den Urlaub, schnell Sack und Pack geschnappt und ab in den Express zur Liverpool Street! Dort angekommen besorgten wir uns flott erstmal eine Oyster Card. Mal ehrlich – was haltet ihr von dem Bahnsystem der Engländer? Es gibt keine Schwarzfahrer so in dem Sinne und an den meisten Stationen gibt es Menschen die einen helfen! Das ist .. einfach toll. Außerdem mag ich die Busse sehr. Ich fahre ja selbst gerne Bus in Berlin, so fern sie nicht zu voll sind. Aber zurück zum Kauf der Karte. Der freundliche Mann am Schalter erfreute sich erstmal in aller Ruhe über meinen „außergewöhnlichen Namen“. „Jennifer? Really? Wow, thats’s very nice!“ Als ich dann erzählte, dass dies die deutsche Variante vom altenglischen Gwenhwyfar sei, fand er das äußerst witzig und schön zugleich. Toller Kerl. Der macht sein Job mit Freude, auch an einem Schalter für eine verdammte Bahnkarte!
Genau mit dieser Karte ging es dann weiter mit der U-Bahn zur Tottenham Court Road, Stadtgebiet Soho. Im Hostel „Sohostel“ angekommen konnten wir dort erstmal absolut zufrieden unsere Koffer abgeben und sind dann Silja’s knurrendem Magen in die Pizzeria gegenüber gefolgt. In ganz Soho gab es viele Restaurants und Bars.. so viel konnten wir gar nicht ausprobieren, aber allesamt sahen sie super und lecker aus. Aber da wir Frühstück im Hostel hatten und Abends meistens nur noch ein 3 Pfund Menu aus dem Tesco geholt und ins Bett gefallen sind lohnte es sich kaum für uns. Nach der Pasta ging es nochmal flott ins Hostel, an die Koffer, frisch gemacht, fertig, los! Loooondon, ich komme! Bei 25°C und purem Sonnenschein ging es dann zum Buckingham Palace.

Picture by Silja
Picture by Silja

Welch schönes Gebäude und welche Blumenpracht dort drumherum.. bei meinem Glück war es natürlich das Commonwealth Wochenende und der Platz war abgesperrt. Kein genaues anschauen, kein Wachwechsel. Hmpf. Jen is not amused. Aber wir nutzten das Wetter um durch den St. James Park zu laufen.. Schuhe aus und über die Wiese! Fast so als wäre man heimisch…
Nach dem Park ging es dann weiter zum Westminster und dem eingerüsteten Big Ben. Dort habe ich an der gleichen Telefonzelle ein Polaroid gemacht wie im September. #Jaichfindedaslustig! Die Sonne schien einfach so gut.. überall Menschen die einfach so wundervoll sprechen..und dann diese Stadt mit ihrem Charme. Neben dir ein altes, voll geil gebautes Gebäude und du schaust vorbei und erkennst die neuen Wunder der Baukunst a lá Gläsernes Hochhaus. Über die Themse ging es dann direkt in die Schlange für’s London Eye. Ich wollte London von oben sehen. Vor allem bei diesem Wetter! Letzten September hatte ich weder die Zeit, noch das Geld dafür gehabt.

Picture by Silja

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HALLELUJA! Was für ein Ausblick! Wer meiner Insta-Story etwas Aufmerksamkeit geschenkt hat, hat es gesehen.. es ist einfach der Wahnsinn. (An dieser Stelle: Die Storys sind als Highlight gespeichert! ♥) London ist riesig und vielschichtig, von oben erkennst du die neueren und älteren Teile, siehst die Themse in einer Länge, welche einfach umhaut. Lustigerweise sind natürlich gerade wir mit einer Klassengruppe aus Deutschland in einer Gondel gelandet .. 12 Teenager im Alter von 14-16 die sich gaggernd darüber freuten, dass sie die anderen Leute gesehen haben. Yaaay.. not! Dennoch hielt ich einen Moment inne, ließ meinen Blick über die verschiedenen Häuser streifen und alles auf mich wirken. Meine Brust kribbelte vor Aufregung und Liebe zu dieser Stadt. Viel zu schnell vergingen 45 Minuten und viel zu schnell mussten wir die Gondel verlassen und verließen dieses wunderschöne Erlebnis. Meine Wenigkeit gönnte sich das Foto dort vor Ort inclusive Schlüsselanhänger, der nun von mir und meiner besten Freundin am Schlüssel baumelt. Kaum auf dem Boden, gönnten wir uns ein kleines Päuschen, hielten inne und beobachteten die Sonne beim weiter untergehen über die Themse. Direkt vor uns am Wasser sang ein hübscher Engländer tolle Lieder, überall waren Menschen die lachten und sich erfreuten. Silja und ich, waren zusammen unterwegs, nachdem wir uns seit Anfang Dezember nicht mehr gesehen hatten und ich war einfach zufrieden mit der Welt. Auch mit meinem arschteurem Souvenier (Meine spontanen „Ja, ick koofs“ Ideen sind generell irgendwie immer mega teuer. WHY GIRL.)

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Haltet im Urlaub unbedingt viele kleine Momente einfach inne! Im Urlaub soll man die Zeit nutzen zum „anschauen“, „umgucken“ und allem… aber diese Momente in denen ihr einfach steht.. plötzlich eine schöne Baumallee seht, einfach lächelt und den Duft tief in euch zieht. Das Lächeln wird andauern.. versprochen! Kaum satt gesehen von der Baumpracht ging es zurück in den Underground, ein paar Stationen weiter und raus zur schönsten Brücke Londons.. der Tower Bridge! Silja eilte vor mir voraus, wollte unbedingt die Brücke im Sonnenuntergang fotografieren und ich schlenderte gelassen vor mich hin. Die Tatsache einfach abschalten zu können, fern der Heimat, mein Dachs an meiner Seite und in einer Stadt die einfach gut war ließ mich ruhig, gelassen und friedlich werden. Ich hetzte nicht. Ich fühle mich nicht gestresst, genoss den Wind in meinen Haaren und Klamotten und beobachtete Silja beim fotografieren, die Paare um uns herum und die Umgebung. Es war einfach gut. Es war einfach so wie es sein sollte. Ich denke, dass ich deswegen mich so gerne woanders hinbegehe. Jahrelang habe ich die Faszination zum reisen nicht ganz verstanden, doch seit ich die Mittel habe es selbst zu tun, ergreift mich das Fernweh immer und immer wieder.

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Freitag

Der Tag begann ganz entspannt. Silja schmiss mich aus dem Bett und zerrte mich nach unten, wo wir ganz friedlich (nachdem ich meinen Kaffee hatte) englisches Frühstück verspeisten. Frage am Rand: Mag irgendjemand diese Bohnen? Die Sonnen schien uns munter entgegen sobald wie das Hostel verließen. Unglaublich, aber wahr.. der absolut nächste sonnige Tag in London! Und wir machten uns auf den Weg nach Kings Cross! Natürlich um uns im Shop von Gleis 9 ¾ umzusehen. Den könnte ich ja auch leer kaufen.. hach, so viel Merch. So viel Liebe, so viele Menschen!!
Und dann… H A R R Y P O T T E R S T U D I O! ♥ Ja, ja. Ich weiß. Im September war ich ja schon. Aber sooooorry, dieses Studio ist wunderschön und einfach jeden Besuch wert! Außerdem gibt es momentan ein anders Thema.. #GobletofFire ist nun voll im Fokus, inklusive vorführende Show des Kelches selbst. Durch diese Hallen zu laufen und sich vorstellen zu können, wie Emma, Daniel, Rupert und Co. damit gearbeitet und gelebt haben .. ist wie ein Teil davon zu werden. Wir sind damit erwachsen geworden. Mit all diesen Dingen. Schon bei der Einführung standen mir die Tränen in den Augen & ich war gerührt durch die Liebe zum Detail der Studios und der Mitarbeiter.

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Damals, 2004, war ich 8 Jahre alt, als Harry Potter und der Gefangene von Askaban ins Kino kam und ich zum aller ersten Mal dafür ins Kino gehen durfte (danke Papa, für die Begleitung!) Nun, 14 Jahre später stehe ich in mitten all der Dinge, die mich jahrelang im Geiste begleitet haben. So viel Zeit war vergangen und doch fühlt sich alles mit jedem Jahr nur noch greifbarer an, noch fantastischer und noch magischer. Die Zeit rinnt uns durch die Finger und mit ihr werden wir älter. Aber eine Liebe und Leidenschaft bleibt: Harry Potter und seine Freunde. Sein Leben, seine Geschichte und das komplette Fandom.

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Es vergeht nicht – nein, es wachst. Und eines Tages möchte ich mir viele, viele Dinge von Fantastic Beats anschauen! Die Studios liefern ein Einblick in die Welt von Harry Potter und die Filmherstellung, sie liefern ein kleinen Hauch Magie und Greifbarkeit von all dieser Arbeit. Der Wunsch, selbst in den Hogwarts – Express zu steigen und damit durch die Landschaften zu fahren um letztlich in Hogwarts anzukommen wächst jedes Mal unendlich groß heran! Meine Herz wummert fröhlich während ich die Kostüme anstarre, mir die Details im Wald und Zug anschaue und mich von der Musik berieseln lasse. Denn die Magische Welt umfasst einen dann gänzlich und alles andere spielt kaum mehr eine Rolle. (Deswegen vergehen dann auch schnell mal so 5 – 6 Stunden in diesen großen Hallen.)

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In den ganzen Hallen gibt es, neben dem wunderschönen Schloss selbst, eine Kleinigkeit was Unmengen an Fans anzieht: BUTTERBIER. Und gefühlt 80% aller Besucher finden es eklig. Verzeiht mir: Ich liebe es! Es ist süß.. und es hat irgendwie Sprudel.. und es hat Sahne.. und Caramel.. und süß und ein Geschmack den ich nicht zu ordnen kann. Aber ich finde es geil. Ich verstehe absolut, warum die in den Bücher das Zeug so viel trinken. #TeamButterbier ♥

Der Moment, in dem das Schloss dann vor dir auftaucht… mir pochte das Herz wild, die Musik ergriff mich und Wehmut machte sich in mir breit. Wie schön das Leben mit ein wenig echter Magie doch wäre, wie schön und spannend doch andere Dinge als Mathematik wären.. Doch letztlich bleibt uns nur die Fantasie und der Wille in den einfachsten Dingen ein winzigen Funken Magie zu sehen, zu finden und zu halten.
-> Meinen kleinen magischen Moment hatte ich genau an diesem Abend. Mitten im Gewusel hatte ich diese Situation.. Klein, aber voller Wirkung. Klein, fein und magisch, doch viel zu schnell vorbei. Aber dafür ewig in meiner Erinnerung.

Samstag

Tag 3 und damit der Tag, auf den ich am meisten gespannt war. Denn an diesem Samstag haben Silja und ich das Theaterstück „Harry Potter and the Cursed Child“ gesehen. Mit Theater und ihre Art und Weisen habe ich nicht sonderlich viel Erfahrung. Aber das hier…. das hier war der absolute Augenschmaus und einfach nur der Wahnsinn. Die Musik, die Bühne, die Schauspieler, die Kostüme und die Details waren einfach so.. Wow! Es ist schwer es in Worte zu verpassen ohne viel zu verraten! Es ist schwer zu erläutern, wieso ich diese eine Szene, welche mir so schwer im darstellen vorkam und wie gut sie letztlich doch umgesetzt wurde. Das Stück steht unter dem Motto #KeepTheSecrets und das möchte ich einhalten! Aber bitte, meine Lieben, ich möchte sagen: ich liebe es.

Picture by Silja

Wirklich. Natürlich verdeutlicht das Stück nochmal die Logikfehler in der Story, aber es ist als Stück einfach grandios! Die Überlegungen und die Details sind mit so viel Herzblut gestaltet, dass ich nicht anders konnte als dauerhaft nach vorne gebeugt völlig fasziniert auf die Bühne zu starren. Am Ende zu applaudieren und Abschied zu nehmen war fast schon schmerzhaft. Ich wollte mich sofort wieder reinsetzen und es nochmal schauen. Nochmal Albus schnellen Worten folgen, nochmal Scorpius schmerzhaftes Gesicht sehen, nochmal Draco und Harry sich duellieren sehen. Jeder Part ging etwa eine Stunde, dazwischen gab es 15 Minuten Pause und zwischen Part 1 und 2 sogar eine längere Pause. (Ergo: aufstehen, raus mit euch, 2 Stunden später (wir waren im Covent Garden Market ♥) erneut anstellen und rein). Ich war die ganze Zeit unter Spannung, mein Kopf voll aktiv mit: „was, oha, nein, warte, wie? oh! Wow, krass. Oha. Haha!“  Es nahm einfach kein Ende mit den Eindrücken, mit den Witzen, mit der Ernsthaftigkeit, mit dem magischen Feeling der Harry Potter Welt!! Mein Geist vibrierte noch danach mit der Magie dieser Geschichte. Anschließend Ruhe zu finden war schier unmöglich. Also, meine Lieben, solltet ihr das Buch nicht ganz so scheiße finden und ihr lasst euch gerne mit Eindrücken berieseln und habt die Gelegenheit CC zu sehen.. Dann tut es!

 

P.S. solltet ihr auch ein Merch – Opfer sein.. vor allem im HP Universum.. -seufz- dann haltet euch unbedingt Geld bereit!

Sonntag

Picture by Silja
Picture by Silja

Der letzte Tag der Reise ist bekanntlich der Schmerzhafteste oder der Wehmütigste. Den Koffer zu packen und abzuschließen, in dem Wissen das ich diese schöne Stadt verlassen muss machte all meine Bewegungen etwas schwer fällig. Auch an Tag 4 schien die Sonne prächtig und die Temperaturen krakelten um die 23°C. Wir schenkten uns eine paar Stunden .. schlendern, laufen, schauen, sehen, wirken lassen. Von Soho durch das Chinatown Londons, weiter zum Piccadilly Circus. Mit guter Laune bestaunten wir einen Moment einen Akrobaten – hier am Rande: Es gibt einfach unfassbar viele, wirklich, wirklich gute Straßenkünstler in London. Sei es nun Akrobaten oder Sänger oder Zauberer. Es gibt viele und sie sind wirklich gut! Stehen bleiben kann sich durchaus super lohnen. Nach der Empfehlung einer guten Bekannten entschlossen wir uns der Strawberry Tour uns anzuschließen. Diese Tour ist eine Kostenfreie Tour durch die Gegend um den PC und die Guides erläutern Orte, an denen gedreht wurde oder in denen Rowling ihre Inspiration fand. Die Tour ging 2 Stunden und einige Informationen kamen dabei raus (2 Tage PC? 3.000.000 Pfund, bitte). Letztlich ging es langsam zurück zur Liverpool Street und damit zurück zum Flughafen. Heimweh? Noch nicht vorhanden. Wehmütig umarmte ich Silja, die weniger wehleidig in solchen Dingen ist, und wir trennten uns um unsere Flüge zu bekommen. Damit hieß es Bye, Bye Urlaub. Bye, Bye London. Es war ein guter und entspannender Urlaub gewesen mit stressiger Anreise… und Abreise.
Mit 45 Minuten Verspätung bei der Ankunft plus vor Ort lange Check Ups des Fliegers starteten wir dann erst um 21:35 Ortszeit statt wie geplant um 19 Uhr. In Schönefeld direkt hieß es dann nochmal 35 Minuten auf die Treppe warten, durch die Kontrolle, ab zur Bahn, warten, warten, fahren und warten und um 02.10 Uhr die Haustür hinter mir schließen. Bei Merlin… um 23 Uhr zuhause ankommen wäre mir lieber gewesen.

Aber London hat mich glücklich gemacht. Reisen macht mich glücklich – auch mit dem Stress, auch mit Komplikationen. Denn jede Reise beinhaltet einen Funken Magie, ein Funken Traum und genau das ist das, was reisen besonders macht und uns erfüllt. Ohne Frage ist die Heimat das Wichtigste für den Menschen, aber es gibt so, so, so viel mehr als die Heimat! Es gibt eine ganze Welt voller Wunder, Träume und voller Leben und genau diese Welt braucht unsere Aufmerksamkeit, unseren Respekt und unsere Achtung. Immer und zu jeder Zeit.

P.S.: Ich möchte Silja für die schönen Fotos danken! Die Hübsche reist übrigens noch mehr als ich und das könnt ihr auf ihren Instagram verfolgen! <3

Halbzeitgeplänker #6

Alles gut? Euch geht’s gut? Ja? Gut! Dann erzähle ich euch jetzt, was stand der Dinge ist.

Body Positivity

Gestern kam der wohl wichtigste und persönlichste Beitrag überhaupt von mir online. Body Positivity statt Body Shaming erzählt meine Geschichte und die Auswirkungen mit gemeinen Kommentaren, wie „Du bist zu fett“. Der Text entstand in kurzer Zeit, ich schloss förmlich die Augen und ließ förmlich meine Hände selbst tippen. Dabei ist einiges herausgekommen und ich ließ ihn mit einem weinenden und einem lächelnden Auge in die Welt heraus. Ich hoffe wirklich das meine Geschichte und meine Erfahrungen bei ein paar Menschen ankommen und sie zum nachdenken anregt.

Wörter können genauso Wunden hinterlassen wie Waffen. Wörter sind ihre eigene Art von Waffen. Auf der einen Seite können sie dir das Herz beben lassen vor Freunde und Gefühl und auf der anderen Seite können sie dich in ein tiefen Abgrund reißen. Demnach .. wählt eure Wörter stehts wohl bedacht.

Loooooondon!

Unglaublich aber wahr.. ha! Jen ist mal wieder am Reisen. Nächste Woche geht’s für 4 Tage nach London mit meiner Besten Freundin Silja! Ich freu mich arg drauf. Natürlich steht wieder Harry Potter Studios. Dazu hoffen wir auf gutes Wetter, damit wir auch im Sonnenuntergang aufs London Aye können. Für sie gehts sogar noch ins Cursed Child.. OHNE mich. Ja, jetzt bin ich sad. Aber allein diesen Ausflug machen zu können und mit ihr mir schöne Orte anzuschauen oder im Duck & Waffle zusammen ein Kaffee zu trinken erfüllt mich vollends mit Fröhlichkeit. Diesen kleinen Spatz sehe ich nämlich nicht ganz so oft, da uns ungefähr 586,8 km trennen. Sollte es klappen nehme ich euch natürlich auch wieder in meinen Insta-Storys.

The 100, Monty & ich.

Dank Kata, Jill, Katrin und Kathy schaue ich seit einigen Woche „The 100“, eine Serie in der 100 Jugendliche auf die Erde geschickt werden, etwa 97 Jahre nach einem Nuklearen Ende der Menschheit auf unserem grünen Planeten… was mit 100 Jugendlichen anfing wird zu einem mehreren Frontenkampf verschiedenen Menschengruppen auf Leben und Tod. Doch recht spannend, wenn auch regelmäßig zum aufregen, (absolut zum aufregend!!!!). Wie eigentlich immer finde ich Nebencharaktere einfach viel geiler, als die ganz wichtigen. Während also Jill und Kata den guten Bellamy anschmachten, finde ich Lincoln toll, den Technikkerl dessen Namen ich immer wieder vergesse bei Raven und Monty. Monty ist der sweety Asiate mit den kecken Kommentaren. *schmacht*

Auf jeeeden Fall war vor wenigen Tagen die Dystopia! Ratet mal wer verplant hat auf die Gäste zu achten. Und ratet mal, wer Katas Angebot gemeinsam hinzugehen abgeschlagen hat, weil man noch nicht in der Materie war.. RATET MAL. Ich. Und jetzt das schmerzliche: MONTY WAR DA. Warum ich euch das erzähle?

 

Nun.

Katrin ist ein Goldschatz. Katrin hat sich in eine lange Schlange angestellt. Katrin soll mich von Monty grüßen. Katrin hat für mich auf sein Shirt unterschrieben. Katrin hat mir ein Autogramm mitgebracht!!! Und ja, liebste Monty, ich werde ganz, ganz, ganz nett zu Katrin sein. Und sie ewig mit Liebe überschütten. <3

Weiteres

Es läuft alles allmählich. Ja, ich habe auf Arbeit noch eine „blöde“ Situation, aber ich komme allmählich damit zurecht. Dadurch schaffe ich es wirklich Fotos zu machen, schreibe und vertiefe mich wieder in Bücher. Und das macht mich glücklich.

Glaubt stehts an euch selbst & liebt euch.

BODY POSITIVITY statt BODY SHAMING

Die Vera von Chaoskingdom hat mit dem erscheinen von  „DUMPLIN“ von Julie Murphy im Fischer Verlag, die Aktion Body Positivity statt Body Shaming ins Leben gerufen. Mit der Zeit sind einige Beitrage online gekommen, unter anderem von:

Babsi – TheBlueSiren
Julias Wunderland
Katfromminasmorgul
Library of Fairytales
Nenis Welt

Der Beitrag von Eva von Schreibtrieb hat mir heute den letzten Anschwung gegeben hier nun doch etwas zu erzählen. Dieser Beitrag enthält meine persönliche Geschichte und wie schlimm es ist lediglich auf seinen Körper, der nicht der Gesellschaft entspricht, reduziert zu werden. Ich möchte das hier in zwei Teile auf teilen. Im ersten erzähle ich von dem Verlauf meiner Jugend, meine persönliche Horrorzeit und mein Umgang damit. Um einmal zu verdeutlichen was es mit einem Menschen macht, der wegen seinem „anders sein“ einfach ausgeschlossen wird. Im zweiten Teil möchte ich auf das BP eingehen, wie ich es geschafft habe mich damit zu arrangieren, wie ich heute mit den Spätfolgen zurecht komme und was ich an mir selbst liebe, schätze und achte.

Teil 1 – der Weg vom Kindergarten bis zum jungen Erwachsenen: was stellt BS mit einem Menschen an

Mein „Leidensweg“ begann schon sehr früh. Natürlich kann ich mich nicht an alles erinnern, was zu Kindergartenzeiten passiert ist, dennoch gibt es einzelne Momente die hängen geblieben sind, welche einfach noch immer in meinem Hinterkopf spucken. An meinen ersten Kindergarten erinnere ich mich nicht, an den zweiten dafür umso besser. Und auch an die Worte der anderen Mädchen, die nicht mit mir spielen wollten, weil ich „zu langsam sei“. Im Alter von 5-6 Jahren begann ich zuzunehmen, trotz viel Bewegung und vielseitiger Ernährung. Aber es störte mich nicht, ich hab mir einfach neue Sachen mit Mutti geholt. Nur langsam begriff ich, warum alles so war wie es war. Demnach war ich trotzdem nicht so sportlich wie die anderen. Das äußerte sich in den Momenten, in dem ausschließlich ich der Fänger im fangen spielen war und die anderen Kinder darüber lachten. Es sind die Dummheiten von unerfahrenden Kindern gewesen und doch waren es Dummheiten, die mich prägten. In meiner Freizeit besaß ich eine ältere Freundin aus der Wohngegend, ich sah zu ihr auf, da sie sich steht’s sehr lässig gab. Durch sie kam ich in die Gruppe der anderen Kindern, die ich mich niemals getraut hätte anzusprechen. Mehr geduldet als gewollt, konnte ich mitspielen und habe mir so meinen Alltag zurecht gelegt. Wenn keiner da war .. nun, dann war ich zuhause, für mich und mit meiner Familie eigentlich ganz glücklich. In der Grundschule fing es dann an und ich wurde mir allem richtig bewusst. Eingeschult wurde ich in Klasse A, fühlte mich super zu der Klasse zu gehören und fand ein wenig den Anschluss und Freundschaften. Zur zweiten Klasse hin beschloss die Schule die unsportlichen Schüler in die B zu versetzen. Als ehemaliger A-Schüler wurde ich mit einem doch recht unangenehmen Blick betrachtet. Schnell war ich der Außenseiter, die letzte die in spielen gewählt wurde. „Sie ist zu langsam“ oder „mit so einer Dicken wollen wir nichts zu tun haben“, sind Sätze die mich in den ersten Jahren begleitet haben. Damals wollte ich trotzdem dazu gehören und habe mich bemüht den anderen gerecht zu werden, habe  mich verformt und war nicht ich selbst. Ein Beispiel, ich war ungefähr 10 und wir verbrachten die Zeit zwischen Schule und AG auf den Spielplatz nebenan. Zwei Jungs aus meiner AG, einen kannte ich schon ziemlich lange, spielten doch wirklich mit mir. Es war schön.. bis sie mir Dinge nahmen, damit ich ihnen hinterherrennen musste. Sie machten sich darüber lustig, dass ich langsamer war. Sie machten sich darüber lustig, dass ich schlichtweg freundlich zu anderen war. Während der „Verfolgung“ bin ich dem einen Jungen auf den Rücken gesprungen, in meinem Wut und meinem Zorn stoppte ich nicht, als er direkt vor mir auf die Nase viel. Mit beiden verbrachte ich danach keinerlei Zeit mehr. Ich fühle mich einsam, ausgeschlossen und erniedrigt. Ich nahm hin, wie sie im Sport lachten, wie sie tuschelten und war immer noch freundlich. Ich schloss mich zwei Schülerinnen an. Sie gaben mir das was ich wollte. Und nutzen es aus. Es hat gedauert bis ich die Lästerrein über mein Übergewicht, meine Haare und meine Klamotten wirklich mitbekommen habe. Ich bin mit geschlossenen Augen dort gewesen um ein Funken von dem zu bekommen, was so viele in der Schule hatten. Ein weiterer Mitschüler bedrohte mich in der fünften Klasse mit dem Messer, „dann kann ich dir dein Speckbauch entfernen“, waren seine Worte. Das war der Punkt, in dem es zum ersten Mal klick gemacht hatte. Ohne genau zu erläutern bat ich die Schule zu wechseln. Zu dieser Zeit glaubte ich, dass es besser werden würde. Das es Menschen geben könnte die meine Figur und mich selbst in ihrer Mitte akzeptieren würden. 2006, kurz vor meinem 11 Geburtstag, sind wir umgezogen, ich drehte der alten Gegend den Rücken zu, welche sich ebenso Stück für Stück von mir abgewandt hatte und wagte ein „Neuanfang“. Meine neue Grundschule schien anfangs.. perfekt. Meine Mitschüler gaben mir den Spitznamen „Mously“, weil es vor mir auch eine Jenny gegeben hatte und sie sie immer so nannten. Warum? Keine Ahnung, aber es war mir egal – ich gehörte dazu! Ich stand bei ihnen, ich redete mit ihnen. Ich war happy. In der neuen Wohngegend traf ich dann Claudia, ein junges, sportliches Mädchen mit wilden Locken, einem offenen Lachen und der erste Mensch, der mich sofort ohne zu zögern bei sich annahm.

Was von einem Treffen zum Inliner fahren lernen begann ist heute eine 12 Jahre anhaltende Freundschaft. Dafür bin ich immer dankbar. Claud, ich weiß, dass du meinen Blog nicht verfolgst – dennoch danke ich dir für alles was wir in unseren Leben erreicht haben, für alle Gespräche bis tief nach Mitternacht und jede Umarmung.

In  den 3-4  Monaten dachte ich, ich wäre endlich im Leben angekommen. Nach Claud folgten weitere Mädchen, weitere Freundschaften und eine richtige „Hofclique“, doch schlagartig änderte sich die Situation in der Schule. Die drei Frontdamen der Klasse beschlossen aus dem heiteren Himmel heraus: Mously gehört nicht zu uns. Sie ist fett, sie ist hässlich, sie ist ein Streber den wir nicht wollen. Damit startete der ganze Horror von vorne, die ganze Klasse gegen mich. Ein Schüler nannte mich „Jenpferd“, weil mein Hintern genauso groß sei. Ein anderer aus der Parallelklasse „Jenmob“, so viele Speckfalten wie ein Mobs. Diese beiden „Begriffe“ waren bis zum Ende der 6. Klasse mein Name. Genauso, wie das Gelächter, wenn ich das Reck nicht schaffte, genauso wie die geschmacklosen „Ansporn“ Rufe beim 12 Minute Lauf a lá „Komm schon, du musst nur noch ein bisschen Kugeln“. Genauso wie meine verschwundenen Klamotten nach dem Sport, damit ich in den Sportsachen raus musste, weil die andere Kleidung ihnen nicht passte: „da passte eh nicht richtig rein“, war die Erklärung. Dies.. um nur ein paar Beispielen von ganz vielen zu nennen. Es war zu viel für mich. Claudi und die anderen fingen nicht den Schmerz auf, der sich in meinem Körper sammelte. Ich begann meinen Frust, meine Traurigkeit mit Essen zu kompensieren. Noch vor meinem 12 Lebensjahr aß ich 2000 oder mehr Kalorien. Dickes Schokobrot zum Frühstück, Schulbrote, vom Taschengeld nach der Schule 2 Eis gekauft um die zu essen, meine Tränen zu trocknen und dann erst nachhause zu gehen. Abends Pizza, weil ich es wollte, weil ich es brauchte. Dieses Essverhalten, dieses wirklich krankhafte Essverhalten zog sich bis tief in meine Teenager Zeit mit rein. Es linderte den Schmerz, den andere bei mir verursachten. Kinder sind grausam.

An dieser Stelle, weil es einfach passt: BITTE, heute und in Zukunft, bei Freunden, Bekannten, eigener Familie, eigenen Kindern, was auch immer. Macht aufmerksam wie sehr Wörter und Taten verletzten können, macht aufmerksam wie sehr es andere beeinflusst. Das tut es unheimlich. Es hat mein Leben jahrelang gesteuert.

2008 war ich nun 12 Jahre alt und durfte die Grundschule endlich verlassen.  Mein Übergewicht hatte durch das ungesunde Essverhalten sich erhöht, mittlerweile wog ich bei keinen 1,52 (ca) ungefähr 70 kg und trug 42/44. Es war mir peinlich. Es war mir unangenehm wie mich andere angesehen haben.

Ich fühlte mich hässlich, fett, ungewollt, ungeliebt, wertlos. Und ja, auch das mit meinen Freunden. Ich begriff zu der Zeit nicht, dass es Claudi und Co. einfach egal war, was ich an mir als schlecht empfand.

Die Oberschule war ab da fast schon harmlos. Ich landete mit meinem Namesgeber „Jenmob“ in einer Klasse, welche wir uns ab da noch weitere 6 Jahre teilten. Ich hab ihm vergeben, aber vergessen habe ich es nie. Mit der Teenagerphase wurde ich um einiges emotionaler. Ich weinte viel, ertränkte meine Frust über das Übergewicht nach wie vor im Essen. Ich war zwar ein Teil der Klassengemeinschaft, aber größtenteils doch der Stille Begleiter. Ich akzeptierte, dass ich in der Schule niemals das haben würde, was vielleicht möglich gewesen hätte sein können. Es waren die ersten Tage in denen ich mir sagte:

Du musst mit dir selbst leben, nur mit dir und nicht mit den anderen. Du musst mit dir zufrieden sein und nicht die anderen.

Zwischen meinen damaligen Schulfreunden fühlte ich mich dennoch wie ein 5 Rad am Wagen fühle, dazu meine eigene körperliche Entwicklung vom Mädchen zur Frau und familiäre Problemen führten auch in den Jahre 12 – 16 zu einem schlechten Essverhalten. Wochenende sturmfrei? Morgens Nutella, Mittags Nudeln und zum Abendessen Pizza – naiv? Ja. Dumm? Absolut. Für mich logisch – aber hallo. Ich konnte und wusste mir nicht anderes zu helfen. Lediglich zu meiner Jugendweihe 2010 nahm ich 8 kg ab, so viel hab ich danach bis heute nie wieder geschafft. Neben dem Essverhalten zog ich mich von vertrauten Menschen zurück und verbrachte lieber 6 Stunden mit meinem Laptop, Onlinegames und dem Internet. Ganz genau, wann es anfing, das ich anderes dachte, weiß ich nicht.. bis 2012 ging alles nur bergab. Negativität war mein Leben, genau wie Essen und besagte Gefühle und Denkstrukturen. Im Laufe diesen Jahres lernte ich eine gute Freundin kennen, Bella, die mir heute noch in den Hinter tritt. Sie zog mich aus dem Schneckenloch, gefolgt mit meiner ersten Begegnung mit dem „Verliebt sein“ und dem kennen lernen Anfang 2013 meines heute irgendwie besten Freundes. Mein Umdenken begann dort. Ich konnte nicht weiter machen. Es war nicht okay, dass ich mich von meinen Freunden abwendete, weil mir andere Menschen eingeredet hatten: DU BIST FETT UND HÄSSLICH. Ich habe mich geschämt raus zu gehen, habe mich und meinen Körper verabscheut.

Und ich konnte nicht mehr.

Wenn mir diese Klick-Momente kommen, dann heftig. Ich lernte neue „Freunde“ kennen und versank in der Community von Anime & Manga. Die „Freunde“ und mein „wirklich“ erster Freund in Kombination mit dem Rest schleiften mich endlich aus dem Tief. Einige von diesen Menschen sind heute nicht mehr an meiner Seite, haben mich ebenso verraten, ergo alle im besagten neuen Freundeskreis. Dennoch zwang ich mir währenddessen meine Computersucht bis es sich im normalen Feld bewegte ab. (Hier half mir der Bewusste griff zum Buch). Auch mein Essverhalten verbesserte sich erheblich im Laufe der nächsten Jahre. Zwischen 2013 und heute begann ich umzudenken, mir bewusst zu werden was da falsch ist. Ich habe schreckliche Gedanken, die so tief in mir stecken und trotz Fortschritte durch Gesellschaft und dumme Kommentare noch heute Feuer bekommen. Mein Kampf gegen genau das hatte begonnen. Beeinflusst durch Menschen die mir Nahe standen, denen ich mich endlich öffnete habe die ersten Fortschritte gemacht und letztlich auch das krankhafte Essverhalten zum größten Teil abgelegt.  Es war mühevoll zu lernen, dass ich nicht immer so viel Zucker in mich stopfen muss. Auch heute ergreift mich dieser Automatismus noch. Zum einen habe ich als Spätfolge immer noch dauerhaft Appetit und sehr selten ein Sättigungsgefühl, was mir jede Mahlzeit erheblich erschwert. Ich könnte Stunden über Rückfälle erzählen und darüber wie sehr mich ein Blick einer schlanken Frau oder das abschätzige Augenbrauen heben eines Mannes auch heute noch arg verunsichert… aber irgendwann ist genug. Ich glaube, ich habe verdeutlichen können, was Wörter, Taten und daraufführende BS tun.

Die wirklichen und echten Freunde sind geblieben und haben auch nicht vor zu gehen. Sie helfen mir noch heute. Jetzt mit 22 Jahren kann ich sagen, dass ich mich nicht gänzlich in der Body Positivitiy befinde, aber auf den richtigen Weg.

Teil 2 – Jen und ihr Body Positivity

Viele aus der Community kennen mich als lebhaften, sprunghaften und gut gelaunten Menschen, der grinst, mitlacht und sogar Witze über sich selbst reißt. Das ist Jen, wenn sie sich sicher und wohl fühlt. Dieses Selbstvertrauen ist hart erkämpft und wird mühevoll aufrecht gehalten. Aber es fällt auch gerne mal zusammen durch gewisse Sachen. Und das ist okay – es ist okay, sich mal schwach zu fühlen und sein Kummer rauszulassen. Weil ich weiß das ich anders kann. Ich liebe meine Augen, sie strahlen das aus was ich empfinde und am schönsten sind sie, wenn ich mich glücklich fühle. Meine Offenheit. (Außer bei Ladenleute ansprechen.. oder Leute nach dem Weg fragen.. oder Telefonieren, dass ist immer noch meh.) Ich war ein so verschlossener Mensch, dass es sich heute bombastisch befreiend anfühlt meine Geschichte zu teilen, mit allen zu reden und mich wirklich immer und überall über irgendwas auszutauschen. Ich brauche andere Menschen. Ich brauche die Interaktion. Ich mag mein Übergewicht heute noch nicht. Aber wir sind Freunde geworden, ich lebe mit ihm, so wie er mit mir. Es hindert mich nicht daran die Welt zu entdecken und das nachzugehen was ich machen möchte. Ich lerne jeden Tag mich zu mögen und ich bin bereit dafür und habe selbst meine Komplexe (u.a. auch Spätfolgen) akzeptiert. Ich falle hin und stehe auf. Ich zweifle an mir selbst und stehe trotzdem für mich ein. Ich jammere über mein Fett und das viele das doof fänden könnten, trage trotzdem Leggings und Bluse, weil ich es mag! Es ist immer ein auf und ab und tagesabhängig, aber ein einfach aufgeben ist nicht okay! Das weiß ich jetzt, dass habe ich gelernt und verinnerlicht. Dabei habe ich viele Leute, die mich unterstützen, dir mir zuhören und die mich anschupsen. Ich kann lächeln und sagen: Ja! Ich bin dicker als sehr viele andere Menschen. Aber ich bin deswegen NICHT schlechter als sie. Mein Körper kann sich genauso bewegen wie deiner und es ist egal, was DU dabei denkst. Wichtig ist, dass ich dabei Spaß habe. Und wenn ich mit meinen Freunden irgendwo stehe und wir Witze machen und ich dazu tanzen/wackeln möchte, DANN mach ich das! Und es ist mir egal, was da schlappert und ob DU das scheiße findet.

Seid nett zu den Menschen. Lächelt, akzeptiert und respektiert. Nimmt die Menschen hin wie sie sind und wenn ihr sie nicht versteht, dann fragt einfach nach. Informiert euch. Tretet in den Austausch. Behandelt anderen genau so, wie ihr selbst gerne behandelt werden möchtet. Steht für mehr miteinander ein. Steht für mehr Zusammenhalt ein. Steht für ein WIR! Weil wir sind alle Menschen. Jeder ist auf seine Art besonders, einzigartig und wertvoll.

So.

Reicht erstmal.

Fühlt euch umarmt. Schaut unbedingt bei den anderen Teilnehmern vorbei. Liebt euch selbst.

Halbzeitgeplänker #5

Ich lebe! Und ich bin wieder gesund. Und die Messe ist schon viel zu lange her.. Hach. Nun – das Leben dreht sich weiter und die Tage gehen weiterhin ins Land. Ich möchte euch einfach mal erzählen, was gerade so abgeht.

Unregelmäßige Post’s

by mississmith on devintart

Obwohl ich die Lust und die Ideen habe, viel zu schreiben und Beiträge zu bringen, klappt das nicht immer ganz so, wie ich es gerne hätte. Aber woran liegt das nur? Der Grund ist meistens: meine Berufsschule. Wer mir auf Twitter, beispielsweise, folgt, hat mitbekommen das ich eine Teilzeitausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin mache. Mittlerweile befinde ich mich im zweiten Schuljahr und wir haben Klausuren von März bis Mitte Juni. Dazu kommen Vorträge und Hausarbeiten, die meine Zeit unglaublich beanspruchen und mich für weiteres demotivieren. Da es eine Teilzeitausbildung ist, arbeite ich zusätzlich noch 3 Tage die Woche in einer Kita. Dort habe ich weitere Aufgaben, wie auch Dokumentationen, welche ich zuhause letztlich auch noch machen muss.

Buchmesse

Die LBM ist nun einige Tage hinterher, noch immer schwelge ich in Erinnerungen und fühle mich einfach happy, sobald ich an all die Umarmungen denke. Auch nach der Buchmesse, gibt es immer noch viele Dinge, die nachwirken. Ich habe neue Leute kennengelernt und viel für die Zukunft besprochen. Genaueres, gibt es dann im kommenden Beitrag zur LBM und meinen Gefühlen mit der Messe und den Buchmenschen! (:

Serienjunkie

Bild by downtonabbey.wikia.com

Keine Frage, kämpfe ich momentan wieder mit meinem SuB und lese so viel wie geht. Aber auch die Welt der Serien hat mich momentan auch wieder eisern in der Hand. Kennt ihr das? Es gibt mittlerweile so viele schöne und aufregende Abenteuer in der tiefen Welt von Netflix und Co.! Und es raubt soooo viel Zeit. Manchmal ist es so spannend, dass ich nichts nebenbei schaffe. Manno, Manno! Mein absoluter Favorit ist übrigens Downton Abbey. Britannien. Tolle Schauspieler. Tolles Setting, spannende Geschichte, viele Nebenstorys die ebenso begeistern und ein unwiderstehlicher Charme! <3

Weitern Stuff zu meinem Alltag, was ich gerade lesen oder wie es mir geht findet ihr regelmäßig auf Twitter. Falls jemand Lust hat.

Ansonsten wünsche ich einen schönen Mittwoch und eine schöne restliche Woche!

Timeless: Retter der verlorenen Zeit – [Rezension]

Meine Meinung

Timeless ist ein Roman, der besonderen Klasse. Mit seiner Altersempfehlung von 12 Jahren, ist viel Tiefe, Reife und Komplexität eigentlich nicht zu erwarten. Das dachte ich zumindest, bevor ich die ersten Kapitel des über 600 Seiten dicken Walzers gelesen hatte. Getäuscht habe ich mich zumindest teilweise. Denn das Buch hat absolute Kürze und Unreife bis hin zu Tiefe Bedeutungen und komplexe Erklärungen. In Timeless geht es um Diego und seiner Familie, seine Mutter Sioban und sein Vater Santiago. Gemeinsam leben die drei in einer neugeordneten Welt. Nach einem unumkehrbaren Ereignis, mischten sich die Zeiten der Menschheit. Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft waren zur gleichen Zeit, am selben Ort. Das bedeutet, dass der Dinosaurier durch die Landschaften zieht, während ein Düsenflieger durch den Himmel rast. An Diegos Geburtstag passieren viele Dinge Schlag auf Schlag. Er lernt nicht nur mit Pierre Lucy und Paige kennen, nein, sein Vater wird auch noch entführt. Die Rettung seines Vaters ist nun der Inhalt der Geschichte, ist das Abenteuer bei dem wir Diego und seine Freunde begleiten. Das Buch teilt sich in drei Abschnitte. Teil 1, der Beginn und der Aufbruch der Reise, Teil 2 mit dem Training der Freunde mit den „Piraten“ und Teil 3 mit Wendungen und Finale.  Das Buch zeichnet sich durch die einfachen Gespräche, zwischen den 12 & 13 Jährigen aus, sie sind einfach gehalten und nicht immer so ausgereift, wie sie sein könnten – eben kindlich angehaucht. Jedoch ist auf der anderen Seite viel Technik in diesem Buch wichtig. Fachbegriffe und Erläuterungen zu einem Dampf Converter, von dem ich nicht mal in meinem Alter eine Ahnung habe, fliegen durch den Raum. Ich hatte oftmals Probleme die Gespräche richtig folgen zu können.. erst kindlich & dann technisch komplex. Was für mich die Frage erweckt: halten da 12 Jährige durch, dass dauerhaft zu lesen? Die Geschichte ist langatmig, verliert auch ein wenig den Faden und Erklärungen brauchen zu lange, um Szenen einen vollwertigen Sinn zu schenken. Dennoch ist die Geschichte interessant. Diego entwickelt sich mit der Zeit, lernt aus einigen Dingen und auch die anderen Charaktere, Pierre, Lucy, Paige und Co. bekommen mit den fortlaufenden Kapiteln mehr Form.
Das Herzstück des Buches sind letztlich die Illustrationen, welche die ganze Story unterstützen & einem über die Holperer und komplizierten Erklärungen, die man nicht immer ganz folgen konnte, hinweg. Denn diese Illustrationen sind einfach wunderschön, voller Details und verfeinern einfach das komplette Buch.  Sie zeigen unserer Freunde, die Orte, die verschiedenen Welten und all ihre Besonderheiten.

Fazit

Timeless hat mich auf einer Art, absolut begeistert. Jedoch auch auf der anderen Art „genervt“. Die Geschichte war, trotzt ihrer gefühlten Lücken und noch immer offenen Fragen, einfach interessant. Auch die Idee mit den Zusammengelegten Zeiten faszinierte mich. Ob das volle Potenzial ausgenutzt worden ist.. nun, da bin ich mir nicht sicher. Denn es war auch anstrengend zu lesen, so das man eher seufzte als genoss. Manche Reaktionen waren überhaupt nicht nachvollziehbar und einige Fragen wurden zum Verständnis zu spät beantwortet. Jedoch macht das Buch viel her. Interessante Welt, faszinierende Geschichte, vielfältige Charaktere verschiedener Zeit und Bilder zum langen und intensiven anschauen. Wer mit einfacher Schriftwelt und jungen Charakteren zurecht kommt, keine Scheu vor Technik hat und eine schöne Welt sehen möchte, der sollte sich „Timeless – Retter der verlorenen Zeit“ nochmal ansehen.

Lesemonat – Februar ’18

Ich wünsche einen schönen Tag!

Der Februar ist nun einige Tage vorbei und der März schleicht sich in die Herzen der Menschen. (Ja, der März ist mein liebster Monat.) Und wie jeden Monat, habe ich auch im Februar gelesen. Leider, leider, nicht sehr viel.
Aber ich bin mit beiden Bücher zufrieden. Der März läuft dann bestimmt besser.. Schließlich bin ich kurz davor „Zeitlose“ zu beenden!

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Talk Show Nightreadtalk #2 – ‚Nemesis: Feuer & Sturm‘ [Blogtour]

Momentan läuft die Blogtour zu Nemesis: Feuer & Sturm von Asuka Lionera. Mit 6 weiteren Bloggern berichten wir mit und um die Charaktere von Mareia und allem was dazu gehört. Viele wissen, wie sehr ich Band 1 liebte und wie unendlich glücklich ich war, als Band 2 von Asuka angekündigt wurde. Alle, die Band 1 gelesen haben, werden es wohl verstehen können. *lach* Im Rahmen der Blogtour, habe ich mir Eve und Liz zur Gesprächsrunde eingeladen, um sie zu fragen, wie es ihnen mit Nemesis 2 und ihrer Autorin so geht.

Vergesst nicht – am Ende gibt es auch ein kleines Gewinnspiel für euch!

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Neuzugänge – Februar ’18

Hallo!

Der Februar ist vorbei. Das ging irgendwie doch recht flott, ich bin wirklich überrascht. Und ich habe mich zurück gehalten. Warum? Naja, die Leipziger Buchmesse steht schon bald an. Und ich hab ein SuB zum Abbauen.. und Platzmangel.
Also so.. vöööllig, übliche Probleme einer buchliebenden Buchsammlerin.

Im Februar durften ganze 2! Bücher bei mir einziehen, wovon ich eines sogar schon gelesen habe. Ich finde, dass ist doch gut.. den Wachstum des SuB’s herauszuzögern… *lach*

Save Me

„Save Me“ von Mona Kasten durfte im Februar bei mir einziehen. Wie so viele habe ich  mich auf die neue Buchreihe von Mona gefreut, es war für mich keine Frage, dieses Buch nicht zu kaufen und es bei mir einziehen zu lassen. Die Again – Reihe hatte mich voll in seinem Bann gezogen und ich liebe sie wirklich ( vor allem Isaac. Höhö). Demnach hoch waren meine Erwartungen an ihre Neue Reihe, welche leider, nicht ganz erfüllt worden sind. „Save Me“ ist der erste Band einer Trilogie. „Save You“ erscheint im Mai und im August das Finale „Save Us“. Meine Meinung zu diesem YA – Titel kommt die Tage, als Rezension noch online!

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