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#SPbuch-Kalender Tag 3 – Nora Bendzko

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Dieser Beitrag entstand innerhalb der Aktion „#SPbuch-Kalender, Adventszeit mal anders“ und basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Leseeindrücken, Interesse an den Autor*innen und selbst kreierten Fragen. Da innerhalb dieser Beitragsreihe Autor*innen (aus dem Selfpublish-Bereich) sowie Verkaufs- und Medienportale vorgestellt und verlinkt werden, sind wir leider dazu verpflichtet auf das Eingangswort hinzuweisen. Abmahnungen können wir uns als Freizeit-Bloggerinnen nicht leisten.

Es ist mir eine Freude euch in das dritte Türchen des Kalenders zu führen. Heute stelle ich euch Nora vor und etwas unglaublich leckeres für schaurigschöne Leseabende! Ich wünsche euch ganz viel Spaß!

Picture by Radka Klein von Nachtfrost Photography

Nora ist Autorin, Sängerin und Lektorin. Sie wuchs in München auf, gemeinsam mit zwei Geschwister unter den wachsamen Augen ihres Jazz-Trompeter Vaters und ihrer Mutter aus Marokko. Kultur, Kunst und Musik standen in ihrem Leben schon immer im Fokus. Durch das lauschen von spannenden Märchen und das erfahren von großartigen Werken wie „Herr der Ringe“ entstand schon früh der Wunsch Autorin zu werden. Im Laufe der Zeit entdeckt Nora zusätzlich die Leidenschaft zum Singen. Neben dem Schreiben und das spielen in zwei Bands studiert sie deutsche Phiologie in Wien. In den letzten Jahren lebt sie ihren Traum Autorin zu sein voll aus und hat einige „Galgenmärchen“ herausgebracht. Angefangen mit „Wolfssucht“ Mai 2016, über „Kindsräuber“ März 2017 zu „Bärenbrut“ Juli 2017 und nun ihr neustes Werk „Hexensold“, alles im SP-Bereich erschienen.

Picture by Nora Bendzko

Gerade erst ist genau dieses neue Buch erschienen! In „Hexensold“ geht es um den sanften Elegio, eine dunkle und düstere Zeit und um finstere Mächte, welche einen Krieg hervorbringen. In genau diese Fronten des Krieges steckt Elegio…  Es ist eine dunkelfantastische Thriller-Adaption zur Zeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das bekannte Märchen der Brüder Grimm: »Rapunzel«.

 

Jetzt stellt euch vor, ihr sitzt gemütlich auf eurem Sofa. Draußen schneit es friedlich vor sich hin und der Raum wird von Duftkerzen oder Räuchermännchen wundervoll gefüllt. Nun ein gutes Buch dazu und . . .

Was passt besser zur Winterzeit als ein Dark-Fantasy-Roman mit einer Tasse Punsch? Passend zum neuen Galgenmärchen „Hexensold“, das gerade veröffentlicht wurde, gibt es nun ein Rezept. Der lila Punsch passt farblich nicht nur perfekt zum Cover des Buches, durch die Mischung von Rot- bzw. Glühwein mit Beeren ist er auch genauso bittersüß wie die Geschichte selbst. Das Rezept wird mit einer Leseprobe garniert, bei der Hauptcharakter Elegio etwas wesentlich Gefährlicheres als Punsch trinken muss.

Picture by Nora Bendzko

 

– ZUTATEN –
– 200 Gramm Waldbeeren
– 150 g Kristallzucker
– 150 ml Wasser
– 250 ml Rotwein/Glühwein
– 250 ml Traubensaft
– 1 Orange
– 1 Stange Vanille
– 1 Stange Zimt
– ev. Honig zum Nachsüßen

ZUBEREITUNG

1. Zunächst muss der Kristallzucker mit Wasser aufgekocht werden, damit sich ein sogenannter Läuterzucker ergibt. Anschließend abkühlen lassen.
2. Nach dem Abkühlen den Läuterzucker wieder erwärmen, mit Beeren vermengen und diese für 5 Minuten ziehen lassen.
3. Im nächsten Schritt Rot- oder Glühwein zusammen mit dem Traubensaft erhitzen – letzterer bringt die lila Farbe so richtig hervor. Es muss nur heiß werden, nicht kochen!
4. Die Orange ausdrücken und den Saft unterrühren.
5. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark herausnehmen und zusammen mit der Zimtstange einmal im Topf umrühren.
6. 5 – 10 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen.
7. Den Punsch in Tassen oder Gläser füllen und abschließend mit den gezuckerten Beeren garnieren. Wer es noch süßer braucht, kann nach eigenem Belieben mit Honig verfeinern.

Guten Durst!

Picture by Nora Bendzko

Zum Nachtisch gibt es einen Auszug aus dem Galgenmärchen „Hexensold“! Dafür ein Dankeschön an Nora, dass sie es für den Kalender zur Verfügung stellt. Ich bitte darum, denn Text nicht anderweitig oder missbräuchlich zu verwenden!

– LESEPROBE –

Elegio schob die Hand unter sein Kopfkissen, um nach Hexentöter zu greifen. Er musste sich beruhigen, brauchte die gewohnte Berührung. Doch die Waffe war fort.
»Wach auf, Elegio.«
Er erkannte erst im zweiten Moment Lysanders Stimme. Sein Vater stand an der Treppe, wie um ihm den Weg aus dem Zimmer zu versperren. Das Licht der Kerze, die er hielt, erreichte sein Gesicht nicht.
»Trink das«, sagte Lysander.
Elegio folgte seinem Fingerzeig und sah zum Nachttisch. Dort stand eine Schüssel, die vorher nicht da gewesen war. Er fröstelte.
Wann hatte Lysander sie abgestellt? Wann war er überhaupt von seinem Auftrag zurückgekommen? Hatte Lysander ihm seinen Hexentöter weggenommen? Ja, es ging nicht anders. Es musste passiert sein, als Elegio geschlafen hatte. Und er hatte überhaupt nichts bemerkt.
»Was ist das?«, presste er hervor.
»Das wirst du schon sehen.«
Elegio erinnerte sich schlagartig, dass er noch bestraft werden sollte. Weil er alleine den Turm verlassen hatte.
»Meine Strafe«, lachte er bitter, »ist also vergiftet zu werden?«
Lysander entgegnete schroff: »Darüber scherzt man nicht!«
Elegio schluckte. Er schielte wieder zu der Schüssel auf dem Nachttisch. Eine grünliche Pampe schwamm darin. Was immer sein Vater zusammengestampft hatte, natürlich würde es kein Gift sein. Lysander hielt es für die feigste aller Mordmethoden.
»In Ordnung.« Elegio schlug die Decke zurück und erhob sich. »Keine Scherze.«
Er nahm betont gefasst die Schüssel in die Hände. Die grüne Flüssigkeit roch seltsam würzig. Elegio trank, ohne abzusetzen, obwohl es das Schleimigste und Bitterste war, was er je getrunken hatte. Schließlich löste er den Mund von der geleerten Schüssel und stellte sie auf den Nachttisch. Trotzig wischte er sich über die Lippen, um dann abwartend die Arme zu verschränken.
»Gut.« Lysander nickte. »Und jetzt folg mir.«
Elegio zog eine Augenbraue hoch. »Im Nachthemd?« Er zeigte demonstrativ an sich hinab.
»Warum nicht?« Lysander zuckte mit den Schultern. »Ob du dein Nachthemd oder ein anderes Kleidungsstück befleckst, ist gleich.«
Gerade wollte Elegio fragen, was Lysander als Strafe vorgesehen hatte, als ihm Übelkeit die Kehle zuschnürte. Sein Magen zog sich schmerzhaft zusammen.
»Was …?«
Elegio machte einen wackeligen Schritt auf Lysander zu. Ihm war auf einmal, als würde sich das Zimmer drehen. Sein Hals wurde rau, der Schweiß brach ihm aus.
»Was habt Ihr mir gegeben, Signore?«
Lysander antwortete nicht. »Atme ruhig«, sagte er und streckte ihm die Hand hin.
Elegio ließ sich aus dem Zimmer ziehen. Mit jedem Schritt hatte er das Gefühl, im Boden einzusinken. Die Turmwände legten sich schief. Elegios Sichtfeld verengte sich zu einem Tunnel, den nur noch Lysanders Rücken ausfüllte.
»Ich habe dir eine Kostprobe gegeben«, sagte sein Vater plötzlich. »Von den Kräften, vor denen ich dich schützen will.«
Elegios Lider flatterten. »Mich … schützen?«
Sein Magen war nur noch ein einziger Krampf. Er nahm kaum wahr, wie Lysander ihn mit Weihwasser bespritzte, ihm Salz auf die Hände streute und Zeichen auf seine Brust malte.
»Du wirst schon sehen, Sohn.« Lysander legte die Arme um ihn. »Du wirst schon sehen.«

– NEUGIERIG AUF MEHR GEWORDEN? –

Das Buch ist gerade erschienen und kann mit Klappentext und Leseprobe auf folgenden Portalen gefunden werden:

E-Book auf Amazon & kindle unlimited: hier

Print über epubli: hier

Ihr seid neugierig geworden auf Nora?
Dann schaut bei ihrer Website vorbei: www.norabendzko.com
Oder auf ihren Social Media Account: Twitter

Neugierig wer sich ebenso hinter dem #SPbuch-Kalender verbirgt? Dann -klick hier- und Ihr gelangt zur kompletten Übersicht!

AUFGEPASST!

Bei unserem letzten Beitrag am 24.12.1018 rund um den #SPbuch-Kalender solltet Ihr bei KeJas-BlogBuch vorbeischauen, denn es warten noch Überraschungen auf Euch! Die sind unfassbar grandios und genüsslich! 😉

 

|Beitragsbild © tolino media 

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monerlCathyKerstin von KeJas-BlogBuch Letzte Kommentartoren
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Kerstin von KeJas-BlogBuch
Gast

Hallo Jen,
Feierabend und Zeit zum Stöbern kommen.
Märchen liebe ich schon seit Kindheitstagen (is lange her) und ich habe die Zeit genossen als meine Kinder noch vorgelesen wollten. Mittlerweile lesen Sie selbst 😉
Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit lese ich gerne wieder in die alten Geschichten. Das Galgenmärchen von Nora hört sich toll an, zwar lese ich kaum Fantasy aber manchmal passt es einfach.
Den Punsch muss ich nachmachen, das mit den Beeren hat was.
Lieben Dank für Deinen und Noras schönen Beitrag. Bis bald dann :-*
Kerstin

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Cathy
Gast

Bin jetzt schon ein paar Mal über „Hexensold“ von Nora gestolpert und nun kommt es aber wirklich mal auf meine Leseliste. 🙂
Der Punsch klingt auch super lecker und sieht so schön fruchtig aus.

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monerl
Gast

Liebe Jen,
das war eine tolle Autorenvorstellung! Ich habe mir das Buch gleich mal auf meinen Kindle geladen! hihi Ich liebe Märchen aber lese fast keine Adaptionen. Selten mag ich es, wenn das Original sehr verändert wird! Da meine beiden Kids gerade auf dem Märchentrip sind und gerade gestern hat meine Kleine eine Rapunzel-Puppe zum Geburtstag bekommen, dachte ich, ich wage dieses düstere Rapunzel-Experiment von Nora! 😀 Ich bin schon total gespannt auf das Buch. Ich werde berichten, wenn ich es gelesen habe.
Danke für das schöne Türchen! 🙂
GlG, monerl

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