BlogwahnsinnRezension

Wie die Luft zum Atmen [Rezension]

>>Man muss wissen, wie es sich anfühlt, schwach zu sein, um seine eigenen Stärke zu finden.<<

Meinung

Wie soll man ein Buch bewerten, dass ein auf eine emotionale Achterbahnfahrt genommen hat und ohne zu spoilern? “Wie die Luft zum Atmen” behandelt so viel in gerade mal 355 Seiten. Es sind 355 Seiten voller Emotionen, Leben, Liebe, Leidenschaft, Schmerz, Trauer und Zweifel. Es geht um Liv. Liv leidet, Liv hat den Tod erfahren. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter Emma muss sie das Leben meistern, ohne das, was ihr immer half zu Atmen. Heute atmet sie schmerzerfüllt und mühsam, alles für ihre Tochter. Für Emma musste sie weiter machen, weiter fühlen und mit der Trauer leben. Ich habe kein Tod in meinem Leben bisher erleben müssen. Der Tod ist mir fremd, aber die Emotionen, der Schmerz den Brittainy C. Cherry beschreibt ist so greifbar, so nah und nachvollziehbar. Die Tränen begleitete mich immer wieder, die Nachdenklichkeit erfüllte mich.
Tristan ist kalt, gemein und dauerhaft schlecht gelaunt. Auch Tristan hat den Tod erfahren. Tristan weiß jedoch nicht mehr, wie man atmen. Wie man lebt, wie das Leben funktioniert. “Wie die Luft zum Atmen” zeigt Menschen, gebrochen und voller Narben. Es behandelt Tod und Leben, Zusammenheit und Einsamkeit, Narben und Heilung. Sind wir was wert, auch mit Narben? Sind wir was wert, wenn wir gebrochen sind? Dürfen wir Leben, wenn anderen den Tod finden? Ja – wir dürfen, sind und sollen das alles.
“Wie die Luft zum Atmen” ist eine Achterbahn von Gefühlen. Es hat mich nachdenklich werden lassen, mich mit dem Thema und mit dem Schmerz in einem Menschen mich auseinander setzen lassen. Diese Buch ist schlichtweg ein Weckruf ans Gedächtnis, in die eigene emotinale Welt. Und das fand ich so gut an diesem Buch. Natürlich kann es sich in den anderen New Adult Romanen prima einreihen, aber irgendwie hatte es für mich einen Schwarm, der mein Herz wild pochen ließ und mir die Lust am Lesen wieder schenkte. 

Fazit

Frau Cherry einführt den Leser in die Geschichte von Liz und Tristan, die einen mitnimmt und packt. Ich finde Bücher, die einen nachdenklich über wichtige Dinge, wie den Tod, das gebrochene Herz und Verarbeitung/Zeit stimmen immer als eine Bereicherung. Es lässt einen das eigene Leben und die eigenen Entscheidungen reflektieren. Kann ich verarbeiten? Lebe ich ein Leben? Träume ich? Oder existiere ich nur nach dem Maßstäben der Gesellschaft? Ich liebe dieses Buch, die Geschichte und alles was es gedanklich in mir ausgelöst hat.

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