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Fire & Frost: vom Eis berührt [Rezension]

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Meinung

Fire & Frost hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Mit der lockeren Schreibart hat Elly Blake einen ganz leicht eingehüllt. Es ist nicht zu komplex und hat dennoch genügend Würze um nicht langweilig zu werden. Wir begleitet Ruby auf ihren Weg in das große und lebensgefährliche Abenteuer ihres Lebens. Denn sie ist eine Fireblood im Reich der Frostblood und demnach jemand verbotendes. Alle Firebloods werden gejagt und ermordet, für eigennützige Zwecke des Königs missbraucht und im allgemeinen Volk als gefährlich betrachtet. Mit ihrer Mutter lebt sie in einem abgeschiedenen Dorf und hält sich gedeckt. Leider gerät sie doch unter die wachsamen Augen der Forstkrieger und wird gefangen genommen. Doch ausgerechnet Arcus rettet sie, ein starker und selbstbewusster Forstkrieger. Hier beginnt die eigentliche Reise von ihr und auch ihre charakterlicher Entwicklung. Wo noch eine verängstigte, sture, unerfahrene und unwissende junge Frau steht muss eine strake Persönlichkeit hin. Und das hat mich sehr an sie fasziniert. Sie war nicht von Anfang an die voll talentierte und mächtige Protagonistin. Sie muss sich alles erarbeiten. Sie weiß wenig und wenn sie anfängt gibt sie schnell auf. Sie hat ihre Schwächen und ihre Angst, kennt die Flucht und das Verstecken und nun muss sie raus treten, stark werden und für Dinge einstehen die sie sich vorher so niemals geglaubt hatte zu denken. In den folgenden Kapitel begleiten wir Ruby und die Autorin zeigt gut, warum sie so handelt wie sie handelt. Warum sie flüchten will, warum sie Angst hat, woher ihre Zweifel kommen und der „Nicht-glauben“ an sich selbst. Daher war es spannend sie zu begleiten wie sie sich aus dem eigene Tief erhoben hat, wie sie selbst angefangen hat mit Arcus und weiteren Charakteren gelernt hat an sich selbst zu arbeiten. Stück für Stück. Sie muss lernen und weiter kommen. Die Geschichte wickelt sich um ihre eigene Entwicklung in Verbindung mit einer langsam sich aufbauenden, spannenden Geschichte. Der Leser lernt mehr Charaktere kennen, angefangen mit Arcus, dem Volk, anderen wichtigen Menschen die ihre Schlüsselrollen haben und deren Absichten zum Teil nur erahnt werden kann. Es ist gut. Das Buch war wirklich gut. Auch die Kampfszenen an einem bestimmten Ort im Land, faszinierte mich und erinnerte mich dennoch regelmäßig an „Gladiator“. Was mich wiederum zum schmunzeln brachte, trotz der ernsten Lage. Leser, die das Buch schon durch haben oder an diese Stelle kommen, werden wissen was ich meine. Auch „Panem“ spuckte gelegentlich mit einer Mischung aus „Die rote Königin“ in meinem Klopf herum. Aber macht es Fire & Frost damit schlechter?

Fazit

Nein! Unsere Protagonistin Ruby auf ihr Abenteuer zu begleitet hat Spaß gemacht. Ihre Entwicklung mitzuerleben und ihren Schmerz zu empfinden, ihre Angst nachzuvollziehen und weiter zu fiebern: Wie wird das nur wieder gut!? Fire & Frost war eine gute Unterhaltung für einige Stunden. Die Trilogie verspricht aufzusteigen in den geliebten hohen Reihen von besagtem „Panem“ & „Die rote Königin“ Milieu. Es gliedert sich super ins Genre ein, hat seine eigenen spannende Aspekte und ein Storyverlauf wie es in dem Genre oftmals vorhanden ist ohne Langweilig zu werden. Die Einführung des Abenteuers von Ruby und Arcus ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Nervenkitzel, Romantik, Freundschaft und über-sich-hinaus-wachsen. Ich bin gespannt auf Teil 2, bete inständig, dass mein Verdacht nach dem ich den Klappentext von Band 2 gelesen habe, sich nicht erfüllt und kann es kaum erwarten dieses wunderschön gemachte Buch in meinen Händen zu halten.

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